80 Tonnen bringt der 32 Meter lange und sechseinhalb Meter breite Eisbrecher auf die Waage. „Bis zu 60 Zentimeter dickes Eis können wir so brechen“, erklärt Kapitän Michael Schopf. Zuletzt war das im Jahr 1985 der Fall. Foto: David Bohmann

Rund ein Drittel der jährlich etwa 1.000 abgefertigten Fracht schiffe läuft den Hafen Wien auch in den Wintermonaten an. Zusätzlich erfüllt insbesondere der Hafen Freudenau eine besondere Funktion als Schutz- und Winterhafen: Rund 25 Donaukreuzfahrtschiffe überwintern hier fest vertaut und sind auf regelmäßig eisfreie Becken angewiesen. Eine anhaltende Kältewelle ließ erstmals seit dem Jahr 2017 die Wiener Gewässer im Jänner 2026 wieder großflächig zufrieren.

Auch im Hafen Wien bildeten sich bei anhaltenden Minusgraden innerhalb kurzer Zeit geschlossene Eisflächen. Um den Be trieb in den Hafenbecken aufrechtzuerhalten und Schiffe vor gefährlichem Eisdruck zu schützen, ist der Eisbrecher „MS Eisvogel“ des Hafen Wien, einem Unternehmen der Wien Holding, dann regelmäßig im Einsatz und bricht etwa alle zwei Tage das Eis in den Häfen Freudenau, Albern und Lobau.